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Reisen & Freizeit
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Alt 17.07.2011, 20:58   #1
HamsterD
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Registriert seit: 13.03.2006
Ort: Leipzig
Beiträge: 1.848
Standard Erfahrungsberichte: Denkmäler, Kirchen etc.

Hallo!

Da mein Freund und ich ziemlich aktiv sind und uns viel anschauen, hab ich schon so einiges kennen gelernt. Und gerade bei Denkmälern und alten Gebäuden kommt es ja vor, dass sie nicht nach heutigen Maßstäben gebaut sind... Und man als dicker Mensch da doch mal vor der einen oder anderen Hürde steht. Daher dieses Thema. Vielleicht kann ja der ein oder andere Erfahrungen beisteuern.

Hameln, Kirchturm Sankt Nicolai:
Es gibt keinen Aufzug, das ist also nur etwas für Leute, die auch ein paar Stockwerke Treppensteigen können und keine Höhenangst haben.
Zuerst geht es eine Metalltreppe hoch, später folgen Holztreppen. Bis zum oberen Stockwerk des Turms, von wo aus man schon eine recht gute Aussicht hat, ist auch platzmäßig alles kein Problem.
Ab da werden die Holztreppen mit jedem Stock steiler und schmaler, da man bis oben in die Kirchturmspitze steigen kann. Das ist eher anstrengend und im Sommer sehr heiß da oben.
Durch die Luke ganz oben zur Kirchturmspitze hab ich dann nicht mehr durchgepasst, ich konnte also nicht oben rausgucken. Allerdings haben mit dem Durchschieben auch eher normalgewichtige Menschen Probleme, wenn sie nicht so gelenkig sind. Rein von der Breite her hätte das Ganze ja schon gepasst, da die Treppe aber fast eine Leiter war, konnte ich mich nicht einfach umdrehen und hochziehen oder so.
Da der Spaß für Erwachsene nur einen Spendenbeitrag von 2 Euro kostete, war es trotzdem ok.

Leipzig, Völkerschlachtdenkmal:
Das Gelände selbst ist an mehreren Stellen mit Rampen versehen, sodass auch Rollstuhlfahrer das Denkmal besichtigen können. Derzeit wird das gesamte Gelände saniert, daher hatten sie wohl am Eingang zur Kasse eine zusätzliche Rampe vergessen.
Im Gebäude selbst gibt es einen Aufzug von der Fundamentebene zur Krypta und einen weiteren von der Krypta zur Empore und zum Außenbalkon. Unten in der Fundamentebene und in der Krypta ist auch viel Platz. Oben auf der inneren Empore wird es schon enger, man hat aber von dort aus eine sehr gute Aussicht über Leipzig, in alle Himmelsrichtungen. Alle darüberliegenden Geschosse sind mit dem Rollstuhl nicht mehr befahrbar, auch wenn der Fahrstuhl noch eine Ebene höher zum Balkon fährt.
Und jetzt kommen wir auch schon zu dem wichtigen Punkt: Der größte Teil des umlaufenden Balkons sowie der größte Teil der Treppen da oben sind schmal gebaut. Auf dem Balkon sind es in der Breite ca. 60-70cm, bei den Treppen nach oben zT gefühlte 50cm. (Es gibt in den unteren Stockwerken auch Treppen, die sind aber nicht ganz so schmal.)
Das heißt: das da oben ist nichts für jemand, der sehr dick ist, und auch nicht für Klaustrophobiker. Die Treppen sind nicht nur schmal, die lichte Höhe ist nämlich zT unter zwei Meter. Und größtenteils keine Fenster. In erster Linie sind es Wendeltreppen, oben hat man teils auch gerade Stücke oder mal andersherum gedrehte Wendeltreppen.
Da es sehr viele Treppen sind (vom Fundament bis ganz nach oben zwischen 90 und 100m), sollte, wer ohne Aufzug auskommen will, eine gute Kondition mitbringen, da man große Teile der Strecke an einem Stück zurücklegen muß, es gibt nämlich nur fünf Plattformen, von denen die dritte bereits auf ca. 75m liegt.
Von der Fundamentebene zur Krypta sind es ca. 17,5m Höhe, von dort zum Außen-Balkon ca. 57m Höhe. Zwischen Krypta und Außen-Balkon liegt noch die Empore, ich schätze das sind ca. 30m Höhe von der Krypta dorthin. Man geht dort eine enge Wendeltreppe kontinuierlich hoch, es gibt keine Plattform, wo man zwischendurch ausruhen kann, außer ganz am Anfang und kurz vor dem Ende, da ist eine Wandnische, wo man sich hinsetzen kann (ich habs nicht in einem Rutsch geschafft und hab notgedrungen die nachkommenden Leute an mir vorbeigehen lassen).
Es gibt weder auf der Empore noch auf dem Außenbalkon Sitzgelegenheiten. Auch oben in der Kuppel gibt es keine Sitze. Nur ganz oben auf der Dachplattform kann man sich hinsetzen.
Wenn man den Aufzug benutzt, ist das natürlich alles ganz easy. Man kann die Treppen vom Außenbalkon aus gut bewältigen. Als wir da waren war der Aufzug gerade defekt (er ging kurze Zeit später wieder), also sind wir zu Fuß hoch, und ich war froh, dass ich mich zwischendurch ausruhen konnte und nach anderthalb Stunden mit dem Fahrstuhl nach unten fahren und mich erst gemütlich ins Cafe und später gemütlich zuhause hinsetzen konnte. Das hat mich insgesamt doch mehr gefordert als gedacht... Schön wars trotzdem, tolle Aussicht trotz Regenwetter. Und relativ kühl.
Für alle Frostbeulen: bringt euch am besten eine Jacke mit.
Fazit: das Geld (€6,00) war es wert. Wer imposante/mächtige Architektur erleben will und eine gute Aussicht, der sollte mal auf einen Sprung reinschauen und sich zwei Stunden Zeit nehmen dafür.

Ich bin schon gespannt auf eure Erfahrungen!

Gruß
Dani
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Alt 17.07.2011, 22:08   #2
KerstinN
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@dani, die enge der wendeltreppen ist deswegen, weil du in den beinen der männer, die da stehn hoch gehst! war selber schon gefühlte 100mal oder mehr da oben!

was schlösser, denkmäler, kirchen und museen angeht, sind wir auch sehr aktiv!
gestern zb sind wir mal wieder in langenburg gewesen, dass 3te mal inzwischen aber die kids wollten mal wieder hin.
das schloss ist der wohnsitz der fürstlichen familie hohenlohe. einen teil des schlossen kann man mit einer führung besichtigen. erst die schlosskapelle, sehr schön! und dann geht man über den innenhof zu einen der türme, über eine wendeltreppe, die sehr breit ist aber auch nen stück hoch geht kommt man in die räume die man besichtigen darf.

danach kommt man auf eine art plattform von der man über das tal nen super blick hat, muss dann aber ne olle holztreppe runter steigen, durch nen schmales türchen kommt man wieder aus den schloss raus. das letzte stück zum automuseum, welches sich da auch gleich befindet ist nix für starke raucher! man geht da um das schloss ein stück rum, dass geht noch aber dann muss man eine langgestrecke anhöhe rauf...

für 3 erwachsene haben wir 24euro eintritt gezahlt, schloss und automuseum.

es war wieder ein wunderschöner ausflug, dass wetter war auch super!

der nächste ausflug geht ins ländle ins freilandmuseum!
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Was deinem Partner lieb und teuer, ergibt das schönste Osterfeuer.Wenn Blumen Nachbars Beete zieren, musst du es mit Gift probieren.
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Alt 17.07.2011, 22:18   #3
HamsterD
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@KerstinN
Ok, das erklärt, weshalb nicht mehr Platz ist. Dann kann man allerdings auch davon ausgehen, dass die Treppen nach der Sanierung nicht breiter sein werden.
Zum Glück war an dem Tag nicht so viel los. Ich mein, es gibt ja separate Treppen für Aufstieg und Abstieg, stell ich mir nur recht stickig vor wenn da ein paar hundert Leute drin rumsteigen... Und von der Ampel oben für die letzte Treppe hatte ich auch schon gehört, allerdings nicht dran geglaubt. Bei der Enge ist das allerdings auch berechtigt, wo es doch nur die eine Treppe nach oben aufs Dach gibt, da kommt man nicht aneinander vorbei.

Das Schloss hört sich interessant an. Dir schon mal viel Spaß im Freilandmuseum...

Gruß
Dani
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Alt 18.07.2011, 15:32   #4
KerstinN
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hi dani,
wir waren vor 2jahren das letzte mal in leipzig, eigentlich wollten wir nen rundumschlag mit sehenswürdigkeiten machen aber leider, wenn man dann bei den leuten ist, die man besucht, fällt sowas leider schnell ins wasser.
das nächste mal nehmen wir uns nen hotelzimmer, sagen keinen bescheid das wir da sind und schaun uns alles komplett an. was meinst du, wie lange dauert die sanierung der völkerschlachtdenkmals noch? und wo das jetzt sogar mit fahrstuhl is...kann ich da auch mitfahrn oder ist der nur für behinderte???

lg kerstin
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Alt 18.07.2011, 15:53   #5
mandan69
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Blinzeln zu eng

Also das U-Boot in Laboe am Ehrenmal ist schon ziemlich eng. Da muß man durch die Luken und als Kind (schon mind. 30 Jahre her) habe ich es mal erlebt, daß eine dicke Frau steckengeblieben ist. Da mußten wir alle entweder rückwärts wieder raus bzw. sind anders gegangen und durch einen Wartungsschacht (ebenfalls ziemlich eng) auch wieder raus.

Das Schiffshebewerk in Waltrop hat ebenfalls einen engen Turm vom Unter- zum Oberwasser. Da wird es nach oben immer enger. Man kann allerdings auch einen Umweg in Kauf nehmen und über einen längeren Weg außen am Gelände herum zum Oberwasser kommen.

Ansonsten bin ich bisher überall zurecht gekommen.
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Bei meiner Geburt hat die Fee nicht nur gelächelt, sondern fettgelacht.
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Alt 18.07.2011, 20:51   #6
HamsterD
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Hej,

die Sanierung dauert noch bis kurz vor dem Jahrestag (200. Feier Völkerschlacht, 100. Feier Denkmalfertigstellung) übernächstes Jahr. Da der im Herbst ist, dauert das auf jeden Fall noch bis zum Frühjahr 2013.
Derzeit werden die Wendeltreppen zur Empore saniert (nicht gleichzeitig), sodass man sogar mit dem Aufzug nach oben fahren soll, damit es im Treppenhaus keine Engpässe gibt (solang der Aufzug nicht ausfällt... ). Deshalb ist die Benutzung desselben derzeit auch kostenfrei. Sonst kostet es mit Behindertenausweis natürlich nichts extra, aber wenn man "einfach so" Aufzug fahren will.
Eintritt für Erwachsene ist 6€, Ermäßigt 4€, mit Leipzig-Pass (also wenn man als Leipziger von Grundsicherung o.ä. lebt) nur 3€. Fahrstuhlfahren war glaub ich sonst 50 cent oder 1 Euro... ich weiß nicht mehr, hab ja nix für zahlen müssen.

Was wollt ihr euch denn sonst noch so angucken, wo ihr bisher nicht zu gekommen seid?

Gruß
Dani
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Alt 04.02.2015, 21:44   #7
HamsterD
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Hallo,

noch ein Erfahrungsbericht, diesmal kein Denkmal, aber eine Ausstellung:

asisi Panometer Leipzig
Die Anfahrt ist gut möglich, kurze WEge von der Haltestelle und vom Parkplatz, das Foyer ist rollstuhlgerecht mit Fahrstuhl. Das Essen im Bistro wird aus frischen Zutaten zu bereitet und ist meiner Meinung nach sein Geld wert. Toiletten sind genügend vorhanden und groß genug. Die Ausstellung ist zum großen Teil ebenerdig, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass es mit dem Rollstuhl teilweise eng wird. Zu Fuß läßt sie sich sehr gut bewältigen.
Am Ende der Ausstellung kommt das Entscheidende, das Panorama. Dieses kann man auch vom Erdboden aus sehen, die optimale Ansicht und das optimale Hören hat man allerdings nur von der Plattform oben vom Turm aus. Diese ist für Rollstuhlfahrer nicht erreichbar. Man muss 5 "Stockwerke" überwinden und es gibt oben keine Möglichkeit, sich hinzusetzen. Die Besonderheit: Es ist ein doppeltes Treppenhaus, also kann man gleichzeitig auf einem Treppenhaus hochlaufen und auf dem anderen herunter
Unten auf dem Erdboden und im Rest der Ausstellung gibt es überall Bänke zum Hinsetzen. Für den Film (ein Making-of), den man sich ansehen kann, wurden allerdings nur Klappstühle aus Plastik aufgestellt. Der Stuhl hat mich ausgehalten, da kann man also mutig sein.
Fazit: Ich finde, es ist gut geeignet für dicke Menschen, und größtenteils auch geeignet für Menschen im Rollstuhl oder alle, die nicht so gut zu Fuß sind. In den vollen Genuß kommt man aber nur, wenn man (ggf. mit Pausen) auch einige Treppen hochsteigen kann.

Grüße
Dani
__________________
Dress for the body you have RIGHT now. There is nothing wrong with you right now, and there is sure as heck no reason to wait to look good. Get up, get dressed and face the world and then do it again tomorrow. (Malia Anderson)
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